Biologisch Aktive Zusätze


Immer wieder ist die Feststellung des Ärzte-Urvaters Hippokrates „Eure Nahrung soll eure Medizin sein" — oder im Volksmund „Der Mensch ist was er isst", in aller Munde.

In unserer Gesellschaft ist die Ernährung nicht nur ein medizinisches oder gesellschaftliches, sondern auch ein sozia­les und allgemein-kulturelles Problem. Dass die Ernährung ein grundlegender Faktor im Leben der Menschen ist, spie­gelt sich auch in der Geschichte wieder. So folgten im Laufe der vergangenen Jahrtausende als Konsequenz schlechter Ernährung fortwährend Leid, Krankheit und Niederlagen. Dass der Mangel an unentbehrlichen Substanzen Leid he­rvorruft, wurde schon anhand der ersten Beschreibungen der Krankheit „Beri-Beri" deutlich. Hierbei handelte es sich um eine 2500 v. Christus in China ausgebrochene Krankheit, die durch Vitaminmangel ausgelöst wurde. Ein weiteres Beispiel für das von Vitaminmangel hervorgerufene Leid ist die heutzutage in Deutschland schon in Vergessenheit ge­ratene Krankheit Skorbut, die ganze Armeen und Flotten in der Zeit von Hippokrates vernichtet hat. Die Auswirkungen der Unterernährung verfolgten die Menschen bis ins 20. Jahrhundert. Noch zur Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges waren die psychiatrischen Einrichtungen des Landes mit schwer kranken Patienten überfüllt, von denen ein Großteil „nur` an den Auswirkungen eines Vitamin B Mangels litt.


Im Verlauf der Medizingeschichte versuchte man den Zusammenhang zwischen Krankheiten und Eßgewohnheiten herauszufinden. Doch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam die Meinung auf, dass in manchen Nahrungsmitteln ein zusätzlicher Bestandteil enthalten sein müsse, der der Entstehung verschiedener Krankheiten vorbeuge. Somit entstanden zum Einen Hypothesen über Vitamine, und zum Anderen Theorien über die Senkung des Risikos von Krankheiten durch bewusste Ernährung. Wie in anderen Bereichen auch, zeichnete sich hier der Weg des Fortschritts sowohl durch Erfolge, als auch durch Misserfolge aus. Und sogar jetzt, wo die Möglichkeit der gesunden Ernährung als selbstverständlich angesehen wird, beobachten wir zwei Extreme. Auf der einen Seite sehen wir eine speziell angepasste Ernährung für jeden einzelnen Menschen, wobei die Unterscheidung vom Sternzeichen über die Blutgruppe bis hin zu verschiedenen Charaktertypen reicht. Auf der anderen Seite sehen wir eine vollkommene Ignoranz gegenüber dem was wir essen und wie wir essen.


Im Folgenden versuchen wir uns einen Überblick davon zu verschaffen, was bei der Nahrungsaufnahme wirklich wichtig ist. Nahrungsmittel bilden eine der Grundlagen unserer Existenz und tragen einen wesentlichen Teil zum Erreichen eines langen Lebens, zu unserer Leistungsfähigkeit und Attraktivität bei. Somit stellt sich entscheidende die Frage, welche Ernährung optimal für das Alter, das Geschlecht und die Lebensweise jedes Einzelnen von uns ist.


Hier sind drei Grundfaktoren die ihre Wahl beeinflussen:

  1. Die finanziellen Möglichkeiten jedes Einzelnen von uns.
  2. Das Vorhandensein auf dem Markt eines ausreichend großen Sortiments an verschiedenen Produkten.
  3. Der Wissensstand der Konsumenten über die Eigenschaften der Nahrungsmittelprodukte, sowie ihre Kenntnisse bez­üglich der Übereinstimmung der tatsächlichen Bestandteile mit den für eine gesunde Ernährung optimalen Menge und der Zusammensetzung dieser Bestandteile. Es geht also um die Geschicklichkeit der Käufer bei der Wahl der Pro­dukte, die für sie am wertvollsten sind.

Der Einfluss, den wir auf die genannten Faktoren nehmen können ist von unterschiedlicher Gewichtung. Soweit wir bei den finanziellen Möglichkeiten der Konsumenten kaum Einfluss nehmen können, so ist der zweite Faktor zweifellos auf dem heimischen Markt gegenwärtig gegeben. Bei dem dritten Faktor dagegen können und müssen wir jedoch unseren Beitrag leisten.


Unser breites Wissen über rationelle Ernährung erlaubt uns die Bedeutung des ersten Faktors entscheidend zu min­dern, was zum Glück bedeutet, dass man nicht reich sein muss, um sich richtig zu ernähren. Wichtig ist es nur, zu lernen, die Nahrungsmittel richtig auszuwählen, die für uns von Bedeutung und nützlich sind. Um optimale Bedingungen für die Arbeit unseres Organismus herstellen zu können, müssten wir ihm täglich alle wichtigen Substanzen liefern, die dieser benötigt, und dies sind fast 600. Die Mehrzahl von ihnen ist nicht durch andere Stoffe ersetzbar und wird auch nicht vom Organismus selbst gebildet. Da sie aber in einer Mikrodosis in der Nahrung vorhanden sind, hat dies zur Folge, dass unsere Nahrungsmittel die nahezu einzige Quelle dieser Substanzen darstellen. Die Tagesration eines Menschen, der sich vorgenommen hat dieses zu beachten, sollte jedoch über 30 verschiedene Nahrungsmittel bein­halten. Dazu zählen verschiedene Sorten Brot, Fleisch, Grütze, Eier, Milchprodukte, Obst und Gemüse, sowie tierische und pflanzliche Fette. Allerdings müsste man um die gewünschte Wirkung der notwendigen Substanzen erreichen zu wollen - dem Organismus eine enorme Menge der genannten Lebensmittel zukommen lassen. Sie sind nicht die Ersten, die sich an dieser Stelle sicherlich die Frage stellen, wie gesund der Organismus sein müsste, um eine solche Ernährung auszuhalten. Vitamine, Bioflavine, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Mineralsubstanzen, Lebensmittelfa­sern und Aminosäuren bilden nur eine unvollständige Liste der Grundbestandteile der Nahrungsmittel, die in unserer Ernährung vorhanden sein sollten. Durch die Komplexität dieser Gruppen ist es sehr schwer, sich in diesem Bereich zurecht zu finden, wodurch die Meinung aufkommt, dass es Wichtigeres gibt. Es fehlt sowohl die Lust, als auch die Zeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen - obwohl gerade dies wichtig wäre. An dieser Stelle existiert jedoch ein für die meisten von uns bequemer Ausweg: das Vertrauen auf Spezialisten, die sich mit der neuen Wissenschaft, der „Nu­triologie', beschäftigen. Diese Wissenschaft entstand zwischen der Diätetik und der Therapie und befasst sich mit der Untersuchung der Lebensmittelqualität. Die Ergebnisse der Nutriologen münden in der Erkenntnis, dass jeder von uns neben unserer täglichen Nahrungsration versuchen sollte die benötigten Stoffe, die von unserem Organismus nicht gebildet werden können, diesem zuzugeben. Wir sprechen hier von biologisch aktiven Substanzen. An dieser Stelle wird neben der ausreichenden Menge darauf geachtet, dass die Einnahme bequem und die Substanzen natürlichen Ursprungs und gut verträglich sein sollten. Diese Prinzipien bestimmen die Konzeption der biologisch aktiven Zusätze (BAZ) in Nahrungsergänzungsmitteln.